Agrarrecht

Das Agrarrecht umfasst Bereiche des Zivilrechts, des Öffentlichen Rechts, aber auch des Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts und wird durch zahlreiche - insbesondere vom europäischen Recht beeinflusste - Spezialgesetze geprägt. Neben Landwirten beraten und vertreten wir Unternehmen der Forstwirtschaft und des Landmaschinenhandels.

Wir beraten und vertreten Sie im Agrarrecht insbesondere in den nachstehenden Tätigkeitsfeldern:

  • Landwirtschaftliches Sondererbrecht
  • Recht der Genehmigungsverfahren (Bundesimmissionsschutzgesetz, Baugesetzbuch)
  • Landwirtschaftlicher Grundstücksverkehr
  • Landpachtrecht
  • Besonderheiten der Vertragsgestaltung (z.B. Erwerb landwirtschaftlicher Betriebe, landwirtschaftliche Kooperationen, Maschinengemeinschaften, Bewirtschaftungsverträge)
  • Jagd- und Jagdpachtrecht
  • Lebens- und Futtermittelrecht, Produkthaftung
  • Agrarsubventionsrecht
  • Luft- und Lärmschutzfragen im Nachbarrecht
  • Besonderheiten des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Agrarspezifisches Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht

Ausländer- und Asylrecht

Wir beraten und vertreten im Asyl- und Flüchtlingsrecht insbesondere Rechtssuchende aus Syrien, Afghanistan und dem Irak unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Asylverfahren aus politischen, religiösen und sonstigen Gründen. Hierbei beraten und betreuen wir den Rechtssuchenden bereits vor, während und insbesondere im Anschluss an die Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Im Falle des Erlasses ablehnender Bescheide beraten wir über die Möglichkeiten und vor allem die Notwendigkeit einer gerichtlichen Entscheidung.
  • Abschiebungsverbote / Abschiebungsschutz wegen physischer oder psychischer Krankheit (bspw. Herzerkrankungen oder Posttraumatische Belastungsstörung) oder auf Grund drohender Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung im Herkunftsstaat
  • Familienasyl durch Einbindung von Ehegatten und minderjährigen Kindern in das laufende Asylverfahren des Betroffenen
  • Familien- bzw. Ehegattennachzug aus dem Heimatland durch Kontaktaufnahme mit der entsprechenden Botschaft im Heimatland.
  • Widerruf der Flüchtlingseigenschaft wegen Wegfalls der Fluchtumstände
  • Dublin II-/ Dublin III-Verfahren: Drohende Ablehnung von Asylanträgen und Rückführungen in Drittstaaten wie beispielsweise Griechenland oder Italien.

Die Einreise nach Deutschland erfolgt größtenteils auf dem Landweg, sodass die Betroffenen in nahezu allen Fällen auf dem Weg in die Bundesrepublik Deutschland sog. sichere Drittstaaten durchqueren. Oft geben sie dabei aus unterschiedlichen Gründen Fingerabdrücke ab, welche durch einen Abgleich im EURODAC-Verfahren ausgewertet werden. Wird hierbei eine Übereinstimmung festgestellt, wird das entsprechende Land um Übernahme ersucht.
Dies kann zur Folge haben, dass die Betroffenen in Länder abgeschoben werden, in denen kein Asylverfahren und keine sonstige Behandlung nach europarechtlichen Standards gewährleistet wird.

Sozialrecht

In sozialrechtlichen Fällen geht es zumeist um Ansprüche auf Sozialleistungen, die gegen eine Behörde oder eine Sozialversicherung geltend gemacht werden. Mitunter stehen auch Rückforderungsansprüche von Behörden im Raum, weil Sozialleistungen zu Unrecht gewährt worden sein sollen oder weil sich der Sozialleistungsträger an unterhaltspflichtigen Verwandten schadlos halten will. Nicht selten streiten Behörden und Sozialversicherungen auch untereinander, wer für die beantragten Sozialleistungen aufzukommen hat.

Wir beraten und vertreten Sie im Sozialrecht insbesondere in den nachstehenden Tätigkeitsfeldern:

  • gesetzliche Krankenversicherung (Leistungsansprüche bei Krankheit, Mutterschaft, Krankenpflege, usw.)
  • gesetzliche Rentenversicherung (Leistungsansprüche bei Erwerbsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit, Alter, usw.)
  • gesetzliche Unfallversicherung (Ansprüche auf Leistung bei Arbeitsunfall, Wegeunfall, Berufskrankheiten, usw.)
  • gesetzliche Arbeitslosenversicherung (Leistungsansprüche bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Schlechtwetter, Insolvenz, etc.)
  • Familienlastenausgleich (insbesondere Kindergeld, Elterngeld)
  • Chancenangleichung durch soziale Förderung (öffentliche Unterhaltsleistungen, Ausbildungsförderung, Eingliederung Behinderter)
  • Grundsicherung durch soziale Hilfe (Sozialhilfe, Grundsicherung, Arbeitslosengeld II ["Hartz IV"])
  • Wohnraumsicherung durch Wohngeld

Wer auf Sozialleistungen angewiesen ist, kann die Kosten einer anwaltlichen Vertretung oftmals nicht selbst tragen. Falls keine Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Rechtsstreits übernimmt, besteht daher vielfach die Möglichkeit, für die außergerichtliche Vertretung Beratungshilfe und für das gerichtliche Verfahren Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen.